Marie Colvins letzte Reportage aus Syrien

Posted: Februar 23, 2012 in BLOG

Marie Colvins letzte Reportage aus Syrien

Marie Colvin war eine der beiden Journalisten, die am 22. Februar in Homs, Syrien getötet wurden. Der SPIEGEL-Artikel, der durch den oben stehenden Link zu erreichen ist, besteht aus Auszügen aus ihrer letzten Reportage, die das Leid der Menschen in Homs wiederspiegelt. Ein Text, der auf jeden Fall lesenswert ist.

Indien – Teil I

Posted: Februar 22, 2012 in BLOG, Reisen & Events

Ich habe auf YouTube häufiger einmal die Frage bekommen, ob ich nicht über meine Reise nach Indien berichten möchte. Nach diesem ersten, relativ ausführlichen Artikel über den Hinflug und meine Ankunft dort, werde ich in den nächsten Tagen versuchen, die besten und interessantesten Erlebnisse kurz für euch zusammen zu fassen. Viel Spaß!

Tag der Abreise, 9:00 Uhr
Ankunft am Flughafen in München. Stehe über eine Stunde am Check-In an. („Nein, Lisa, du kannst dir jetzt nichts zu essen kaufen. Wir könnten jede Minute dran kommen!“)
Passkontrolle und ab ins Flugzeug nach Doha.

 12:10 Uhr
Bringe meine Nachbarin im Flugzeug durch unqualifizierte Fragen in eine Grenzsituation zwischen Lachen und Weinen. Klaue in einem unbeobachteten Moment ihr Snack-Tütchen mit arabischer Aufschrift in der Hoffnung, dass der Inhalt genießbar ist.

 14:00 Uhr, irgendwo zwischen Athen und Istanbul
Zeit fürs Mittagessen. Putenfleisch mit Kokos und Zitronengras – vielen Dank, Qatar Airways – und etwas, dass ich mit Mühe und Not als Nudeln identifizieren kann. Sollte das nicht schmecken, wird eine Dose mit kalten Kichererbsen und roter Soße dazu gereicht. Fange todesmutig an zu essen.

 16:00 Uhr, irgendwo über Russland (Karte ist leider auch arabisch. Das Einzige was man da entziffern kann ist der Pfeil nach Mekka)
Überfreundlich lächelnder Stewardess, auf dessen Schild der Name „Gay Homo“ (?!) prangt, bringt einen Joghurtbecher, der mit Orangensaft gefüllt ist. Überlege, den am Fenster sitzenden, schlafenden Rentner so lange anzupieksen, bis er mich nach draußen schauen lässt. Verwerfe den Plan mangels Motivation.

17  Uhr, Saudi-Arabien
Realisiere den Plan nun doch, da ich mir den Sonnenuntergang über den Wolken nicht entgehen lassen will. Muss dafür die Hälfte meiner unter dem Sitz gebunkerten Zeitschriften an ihn abgeben.

Doha, 19:00 Uhr Ortszeit
Die Stadt glitzert von oben, wird aber beim Aussteigen ein wenig unangenehm. Könnte eventuell an den über 30 Grad Außentemperatur und der erschlagenden Luftfeuchtigkeit liegen. Ist ein wenig ungewohnt nach 6 Grad und Regen in Deutschland.

19:10 Uhr
Werde absolut unauffällig von mehreren weiß gekleideten Scheichs fotografiert und gefilmt, die scheinbar noch nie in ihrem Leben ein Mädchen mit weißer Haut gesehen haben.
Sicherheitspersonal droht mir mit der Faust, als ich versuche, zurück zu fotografieren.

 20:45 Uhr
Nichts Böses ahnend werde ich zur boarding time in Richtung Flugzeug geschickt, dort allerdings sofort wieder heraus geschmissen. Die Reisebüro-Dame in München habe die Tickets auf den nächsten Tag gebucht und ich könne jetzt unmöglich mit fliegen. Finde mich mit dem Gedanken ab, zwischen den Scheichs am Flughafen schlafen zu müssen, schaffe es jedoch durch das Engagement anderer Passagiere, einen der leer gebliebenen Sitze im Flugzeug zu ergattern. Auf nach Chennai!

 21:30 Uhr, Abu Dhabi
Die Inderin, die rechts von mir sitzt, beginnt angesichts eines Bollywood-Films alle fünf Minuten hysterisch zu lachen. Starte trotzdem den mutigen Versuch zu schlafen.

 Chennai, 3.40 Uhr Ortszeit
Bereue es, meine Kamera wegen des vielen Gepäcks, das ich mit mir herum schleppe, nicht aus der Tasche holen zu können um den verzweifelt mit seinem Kofferwagen herum schlitternden Mann vor mir zu filmen.

 3:45 Uhr
Hätte mit in Deutschland das Wechseln von Euro in Dollar sparen können. Und zudem einiges an Geld. Verstaue die Rupien-Scheine und schaue aus dem Fenster. Draußen scheint – dank Monsun – der Weltuntergang nahe zu sein. Na bravo.

 4:00 Uhr
Werde von Vridhi begrüßt, die in einem T-Shirt auf mich wartet, das mit einem gemeinsamen Foto von uns beiden bedruckt ist. Nach einem hektischen Winken rennt sie mich samt Gepäck über den Haufen. Überlebe und werde vom Chauffeur ins Auto bugsiert.
Falle, in meinem Zimmer angekommen, übermüdet ins Bett und weigere mich für die nächsten 12 Stunden aufzustehen.

Epic snow battle?!

Posted: Februar 18, 2012 in VLOGs

… oder nennen wir es doch eher bescheiden “Winterwonderland”?

Share some love ♥

Posted: Februar 14, 2012 in Animated

… it´s valentines day!

Anti ACTA Demonstration Augsburg

Posted: Februar 12, 2012 in VLOGs

Mein Senf zur ganzen ACTA-Sache und ein paar Bilder von der Demo in Augsburg. Zu meiner großen Verwunderung haben sich tatsächlich mehr als 2.000 Leute zum protestieren versammelt.

Anti ACTA Demonstration ?!

Posted: Februar 11, 2012 in BLOG

Ab 14 Uhr stand ich in der Kälte – gemeinsam mit einigen anderen hundert Leuten.
Meine Meinung zu ACTA folgt in ein paar Stunden.

ACTA ?! – die Meinung von FloVloggt

Posted: Februar 9, 2012 in BLOG

Meiner Meinung nach eine sehr gute Einstellung zu ACTA.

Winterwonderland ?!

Posted: Februar 6, 2012 in BLOG

Wochenlang habe ich jeden Morgen beim Öffnen des Rollladens gezittert und gehofft, es würde draußen kein Schnee liegen, doch nun ist es doch soweit. Alles ist weiß draußen und die Fünftklässler an meiner Schule bewerfen sich wieder mit Schneebällen oder treten, sehr zur Freude der Älteren, die das Ganze amüsiert beobachten, überglücklich kryptische Botschaften in den Schnee auf dem Schulhof.

Als ich mich gestern in der Straßenbahn darüber aufgeregt habe, dass es draußen dieses Jahr doch auch einfach mal grün bleiben hätte können, bekam ich nur verständnislose Blicke zugeworfen – scheinbar gibt es außer mir keine Sommermenschen, die sich wünschen, es würde das ganze Jahr hindurch 30 Grad haben. Das wirklich Schlimme an der Situation draußen liegt jedoch noch vor mir. -20 Grad soll es angeblich im Laufe dieser Woche geben. -20 Grad! Das ist kälter als momentan in Schweden bei Klartexterin Teresa! Irgendwas läuft eindeutig schief. Aber leider kann ich das Wetter nicht ändern, egal wie schlecht meine Laune wird.

Und so muss ich mich wohl mit dem Gedanken abfinden, dass ich meinen Rekord von einem Winter ohne Erkältung wohl doch nicht aufstellen kann und mich mit einer Tasse Tee und Gedanken an Strand und Sonnenschein unter einer Wolldecke verkriechen.

Ziemlich beste Freunde + FAQ

Posted: Januar 21, 2012 in VLOGs

Endlich wird die meist gestellte Frage an mich beantwortet: WIE ALT BIST DU?

Oh, und nebenzu wollte ich noch meine Meinung zu französischen Filmen kund tun.

Frühjahrsputz?!

Posted: Januar 18, 2012 in BLOG

Die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern und die wenigen leise vor sich hin rieselnden Schneeflocken sind nur mit dem Mikroskop zu erahnen? Krokusse und Schneeglöckchen sprießen aus dem Boden und beim shoppen wurden die Weihnachtslieder wieder durch den üblichen Brei aus Chartsongs ersetzt? Dann ist es soweit. Seine Zeit ist gekommen. Fröhlich pfeifend wuselt er durch das Haus, auf der Suche nach Putzlappen, Eimer, Reinigungsmittel und Kehrbesen.
Die Rede ist vom Putzfanatiker, einer sehr selten vorkommenden Art unter jungen Leuten, der die für seine Mitmenschen oft lästige Angewohnheit hat, jedes noch so kleine Staubkorn, das es wagt, sich in seiner Nähe niederzulassen hastig wegzuwischen. Die Wintermonate musste er damit verbringen, im Geheimen vor sich hin zu putzen, doch jetzt hat er endlich wieder einen offiziellen Grund dafür. Es ist Zeit für den Frühjahrsputz!
Nun gut, eigentlich ja nicht, schließlich ist es Januar. Aber nachdem die Situation draußen alles andere als winterlich ist, darf man ihm dieses Argument durchgehen lassen und ihm kopfschüttelnd dabei zusehen, wie er energiegeladen mit dem Staubwedel herumfuchtelt. Man selbst ist da eher ein bisschen zurückhaltend. Schließlich scheint es nicht sonderlich attraktiv, sich mit der grauen Schicht beschäftigen zu müssen, die sich über den Dingen, die sich im Zimmer stapeln, angesammelt hat. Jedoch ist es selbst dann, wenn man dem Ganzen mangels Hausstauballergie noch so gelassen gegenüber steht, leider irgendwann einmal soweit und Mutti erscheint auf der Bildfläche. Schon hat man einen Wischmopp in der Hand und wird mit den Worten „je eher du damit anfängst, desto schneller bist du wieder fertig!“ ins Abenteuer stürzt. In diesem Moment kommt jede Hilfe zu spät. Fliehen ist keine Option mehr, demnach muss man sich wohl mit der Situation abfinden. Den weiblichen Teil der Menschheit könnte vielleicht eine Argumentation in Richtung „Gerümpel-Diät – Putz dich schlank“ motivieren, der Rest muss einfach die Zähne zusammen beißen.
Nachdem dann nach ungefähr einer Stunde und einer Bewegungsvielfalt, die jedes Bauch-Beine-Po-Training übertrifft, die gröbste Staubschicht entfernt ist, kommt der nächste Teil der Arbeit. Das Aussortieren. Um dem zu entgehen könnte man sich zwar als Messie ausgeben, doch die Erinnerung an die angesammelten Muscheln vom Italien-Urlaub vor zwölf Jahren, die im hintersten Schrankende vor sich hin bröckeln zwingen meist doch zum Handeln. Bevor einen die Vielfalt an unnützen Dingen überrennt, ist es hier wichtig, die ganze Sache strategisch anzugehen.
Beginnen könnte man beispielsweise mit der Wintergarderobe. Wenn man schon auf dem Frühlingstrip ist, hat die schließlich auch nichts mehr im Schrank verloren. Weiter geht es mit der unglaublichen Menge an angesammelten Zeitschriften, Schulheften und Notizzetteln. Am besten gar nicht genau ansehen und ins Lesen verfallen sondern einfach wegschmeißen.
An der Kiste mit den Kindheitserinnerungen zögert der Ein oder Andere. Schließlich hat man sich auch schon in den vergangenen Jahren erfolgreich darum gedrückt zu entscheiden, ob es wirklich sinnvoll ist, die 37 Lieblings-Barbies zu behalten. Beste Entscheidung hierbei: die Entscheidung vertagen. Ein weiteres Jahr reißt auch nichts mehr heraus.
Wenn man dann nach einigen Stunden völlig genervt ist und das Zimmer noch schlimmer aussieht, als zuvor, ist es Zeit für eine Tafel Schokolade und die Frage, ob es nicht doch von Vorteil wäre, einen Großteil des Taschengeldes in das Gehalt einer eigenen Putzfrau zu investieren. Bei der momentanen Laune vermutlich ja.